| Die sich vertiefende Liebe von Petrus |
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Vom Christus- Prinzip zum Christus- Bewusstsein und der Wichtigkeit einer genauen Bibelübersetzung
Als Christen sind wir ‘Menschen des Buches’ (wie unsere jüdischen und
islamischen Geschwister). Unsere Theologie und Spiritualität gründet in
den heiligen, inspirierten Texten, die aus dem Boden des Mittleren
Ostens hervorgegangen sind. Unsere Beziehung zu unserem himmlischen
Vater und zu Christus entwickelt sich zunächst aus den Berichten, die
im Neuen Testament enthalten sind, wobei die vier Evangelien für unser
spirituelles Verständnis und Wohlergehen entscheidend sind.
Geschehen entfernt sind, (der Inkarnation von Christus), müssen wir uns
auf die verschiedenen Übersetzungen der Bibel verlassen (solange wir
nicht das Glück haben, biblisches hebräisch, griechisch oder aramäisch
zu sprechen). Eine wortgetreue Übersetzungen trägt zum Verständnis der
Evangelien bei. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, HERR, du weisst, dass ich dich liebhabe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er wieder zum andernmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, HERR, du weisst, dass ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, dass er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: HERR, du weisst alle Dinge, du weisst, dass ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! (NT. Luther 1912 — Johannes 21:15-17) Auf diese Art gelesen, wird Petrus rehabilitiert: Nachdem er Christus auf dem Kalvarienberg dreimal verleugnet hatte, versichert er Jesus als seinem Lehrer und Freund nun seine Liebe. Der Vorrang von Petrus — dem ersten Kirchenvater — wird gestärkt. Aber eine wortgetreue Übersetzungen des ursprünglich griechischen Textes liest sich wie folgt Als sie nun nahe gehalten, sagt zu Simon Petrus Jesus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Sagt er Ihm: Ja, Herr, Du weisst, dass ich Dir Freund bin. Sagt Er ihm: Hüte meine Lämmer. Sagt Er ihm wiederum zum zweiten Mal: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Sagt er Ihm: Ja, Herr, Du weisst, dass ich Dir Freund bin. Sagt Er ihm: Weide meine Schafe. Sagt Er ihm zum dritten Mal: Simon, Sohn des Johannes, bist du mir Freund? Betrübt ward Petrus, dass Er so gesagt hat, zu ihm, zum dritten Mal: Bist du mir Freund? Und er sagt Ihm: Herr, alles weisst Du, Du erkennst, dass ich Dir Freund bin. Sagt zu ihm Jesus: Hüte meine Schafe. (Das Johannesevangelium. Eugen Drewermann Walter Vlg., Düsseld.; ISBN: 3530169102) Griechisch ist eine reiche Sprache und es ist klar, dass der Autor des Johannesevangeliums sich absichtlich des Griechischen bediente. Petrus, so scheint es, konnte sich nicht zu der Höhe erheben, zu der Christus ihn einlud (die spirituelle Liebe von agapao), konnte aber seine Freundschaft erklären (phileo). Vielleicht war es die frische Erinnerung an das Verleugnen Christi auf dessen Weg zum Kreuz, die ihn lehrte, keine weiteren nicht haltbaren Versprechen abzugeben. Wir erinnern uns, dass Petrus sein Verhältnis zu Jesus dreimal verleugnete — wie von Christus vorhergesagt — als er angeklagt wurde, mit Jesus verbunden zu sein; Aber er leugnete es und sagte: ‘Frau, ich kenne ihn nicht.’ Ein wenig später sagte ein anderer, der ihn sah, „Du bist auch einer von ihnen.“ Aber Petrus sagte: „Mann, ich bin es nicht!“ Dann, ungefähr eine Stunde später bestand noch ein anderer darauf: ‘Natürlich war dieser Mann mit ihm zusammen, denn er ist ein Galiläer.’ Aber Petrus sagte: Mann, ich weiss nicht, wovon du sprichst.’ In diesem Moment, noch während er sprach, krähte der Hahn. Der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, wie er zu ihm gesagt hatte: ‘Bevor der Hahn heute kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.’ (Lukas 22: 57-61)
Petrus liebte seinen Lehrer und seinen Freund: Mit seinem Kopf und seinem Herzen würde er Jesus durch den Prozess und die Kreuzigung hindurch nicht im Stich lassen. Aber Petrus trachtete danach, sich selbst zu schützen, als er über sein Verhältnis zu Jesus befragt wurde. Er liess seine höheren Ideale links liegen, als er aus dem Unbewussten handelte (instinktiv und reflexartig). Später, nach einem Sichbesinnen, erkannte Petrus seine Unzulänglichkeit und fiel in einen Zustand tiefer Reue. Später, als Christus Petrus in Galiläa findet, ist es nicht Freundschaft, die von ihm verlangt wird. Christus fragt Petrus, ob er ihn „mehr liebt (agapo) als diese“ (Joh. 21:15), das heisst mehr als alles, was die Welt zu bieten hat. Jesus ersucht Petrus jetzt darum, den Kosmischen Christus, das Christusbewusstsein zu lieben. In einer guten Übersetzungen finden wir:
In der unten abgebildeten Mosaik sehen wir ein Bild des Hl. Petrus, welches seine Verwirklichung darstellt: Die zwei Finger, die Petrus hebt, symbolisieren die doppelte Natur Christi. Diese Verwirklichung ist grundlegend für Christen und sie ist durch die Inspiration des Heiligen Geistes möglich. Was sagt uns die Prüfung des Petrus?
braucht meine zweieinhalb Wochen alte Tochter meine körperliche und emotionale Fürsorge, um einschlafen zu können, und liegt so im Wettstreit mit meinem Versuch, die Ideale des Christus durch dieses Essay aufzuzeigen! Wir müssen allen Bedürfnissen dienen.
Dem Christus-Prinzip nahe zu kommen ist ein Engagement in zwei Richtungen. Wir verpflichten uns:
DIENEN Wenn wir bei Jesus auf seinem Weg zum Kreuz bleiben (durch unsere Fürsorge für andere Menschen)
Innere Entwicklung Wenn wir bei Jesus auf seinem Weg zum Kreuz bleiben (durch unsere Fürsorge für andere Menschen)
Der Pfad von Petrus, oder der Petrus - Archetypus, ist kraftvoll, reich und vollkommen: Er führt uns von einer Liebe zum Menschensohn, einer Lebensweise nach dem Christus- Prinzip, zu einer sich steigernden Liebe zu dem Gottessohn, wo wir in die Schönheit, den Frieden und die Ruhe des Christus- Bewusstseins eintreten. Mögen wir alle in diesen Frieden eintreten. |
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© Paul Skorpen 2007 - www.Theosis.com


