| Polarität von Martha und Maria |
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Wie wir uns selbst in der Polarität von Martha und Maria von Bethanien wiederfinden
Wir sind Bewusstsein. Jeden Tag erwachen wir mit unbegrenztem Bewusstsein, verbrauchen Bewusstseins-Energie während des Tages, legen uns schlafen in einem uferlosen Meer von Bewusstsein, schweben durch die Nacht in Freiheit, um am nächsten Tag mit unbegrenzten Möglichkeiten, das Selbst und sein Bewusst-sein zu erkunden und zu erfahren, wieder zu erwachen. Bewusst-sein ist Freiheit und das höchste Geschenk der Gottheit an seine Kinder. Maria und Martha und deren Bruder Lazarus lebten in Bethanien, einem kleinem Dorf, zu Fuss zu erreichen von Jerusalem. Jesus liebte diese Familie sehr und er besuchte sie zu vielen Gelegenheiten. Maria verehrte ihren Lehrer Jesus sehr und ihr Wunsch war, sich in seiner Gegenwart aufzuhalten, während sie ihm die Füsse salbte und mit ihrem Haar trocknete. (Joh. 12,3) In Indien wird das "darshan" und "satsang" genannt, wenn der Anhänger sich selbst in der Gegenwart des Göttlichen badet. Martha, auf der anderen Seite, wurde von ihren vielen Aufgaben in Anspruch genommen: Das Haus in Ordnung zu halten, Besucher zu empfangen, putzen, waschen und die Mahlzeiten zuzubereiten. Martha liebte den Lehrer genauso und diente ihm, indem sie seine Bedürfnisse befriedigte, aber die tägliche Arbeit beschäftigte ihre Gedanken und erforderte viel Zeit. Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus. (Joh. 11,5) Maria und Martha stellen Extreme in der Einstellung zum Leben, zur Hingabe und zum Bewusstsein dar. Indem wir diese zwei Pole (einen der stillen Hingabe und den anderen des Beschäftigtseins mit den vielen Anforderungen des Lebens) näher betrachten, können wir erkennen, wo wir stehen. Werden wir übermässig von den Anforderungen und der Faszination des Lebens in Anspruch genommen? Oder vernachlässigen wir diese Aspekte in der Familie und der Gemein- schaft bei unserer Suche nach spirituellem Frieden? Der Archetyp der Martha
Es gibt innere Formen, die Daskalos als Elementale beschreibt, die aus emotionaler oder mentaler Substanz geformt sind. Elementale sind lebendige Wesen mit bestimmten Eigenschaften, die darauf angewiesen sind, von der Persönlichkeit immer wieder mit Energie versorgt zu werden, indem sie mit ätherischer Substanz ernährt werden. Erinnerungen aus dem jetzigen und den vergangenen Leben, Wünsche, Ideen, Leidenschaften, Prinzipien und Gefühle bilden Elementale oder Ansammlungen von Elementalen. Dies sind innere Formen, die innerhalb unseres Unbewussten leben und die, um ihre Lebendigkeit zu erhalten, unsere Energievorräte verbrauchen. (sogar mehr Energie, wenn sie von der Persönlichkeit unterdrückt werden.) Der Archetyp der Maria
Wie wir die Balance finden
Jede Nacht betritt die Persönlichkeit wenigstens einmal einen Zustand des scheinbaren Nichts. Das bessere Teil Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort Gottes. (Lukas 4,4) Das Leben ist im Fluss und vergänglich. Wir knüpfen reiche Verbindungen mit unseren Familien und mit unseren Gemeinden, die oft über viele, viele Leben bestehen. Erfahrungen, Faszinationen und Leidenschaften sind wichtig für das Selbst, damit es erkennen kann, was es ist und was es nicht ist. Aber wir sind Seelen und Kinder der Gottheit, und unsere ewige und göttliche Natur benötigt unsere Aufmerksamkeit damit sie sich in ihrer Weisheit und Liebe durch unsere Persönlichkeit ausdrücken kann. Christus bezeichnete Marias Haltung als das "bessere Teil", denn ihr Verlangen war auf das Ewige und Universale gerichtet. (Edle Gedanken, die wir tragen und von Leben zu Leben bereichern). Die speziellen Aufgaben des Tages sollten niemals unsere göttliche Natur verdecken, damit wir nicht die Verbindung zu unserer Quelle verlieren. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. (Lukas 21,33)
Daskalos verglich spirituelles Wachstum mit einem kleinen Keimling. Um
zu wachsen benötigt er gute Erde, Wasser und Sonne. Wird er jedoch der
Sonne oder dem Wasser zu viel ausgesetzt, wird er eingehen.
Spirituelles Wachstum benötigt, Harmonie, Geduld und den eigenen
Rhythmus. Als Studenten des esotherischen Christentums versuchen wir,
die beiden Pole in uns zu vereinigen, die durch den Martha- und
Maria-Archetyp dargestellt werden. Wie bringen wir unseren Wunsch nach himmlischem Frieden und unser Eingebundensein in die Welt in übereinstimmung? Ich schlage vor, dass wir über Martha und Maria meditieren und schauen, was sie uns für unser tägliches und spirituelles Leben zu sagen haben. |
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© Paul Skorpen 2007 - www.Theosis.com



Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Martha, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hiess Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füssen und hörte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.
Geist ist ungeteilt. Er ist einfach und ehrlich. Jesus Christus war der
volle Geist der Gottheit, verkörpert im Menschen. Maria wurde von
Christus nicht notwendigerweise wegen seiner Lehren angezogen, sondern
mehr wegen seiner Gegenwart. Seitdem wir das Paradies verlassen haben,
sehnen wir uns nach dem ursprünglichen Zustand der Vereinigung mit dem
Göttlichen. Eden ist ein Zustand des Vertrauens und der Fülle. Das
Selbst in der Welt, das sich in einer Fülle von äusseren und inneren
Formen befindet, ist allzu oft überlastet, verletzlich und ängstlich.
Jesus ist in der Einheit mit dem Vater (wie auch Adam) und strahlt
Freude, Vertrauen und Fülle aus. Viele von uns fühlen sich zu
organisierten Religionen oder esotherischen Pfaden aus