Theosis
Kolorierter Kupferstich: Blick vom Meer auf Patmos mit Segelbooten, darüber die Chora mit dem Johanneskloster und den Windmühlen

Jean-Baptiste Hilair · Ansicht der Insel Patmos, Kupferstich, um 1782

Seminarreise · Pfingsten 2027

Patmos

Die Offenbarung des Johannes erleben

„Ich, Johannes, … war auf der Insel, die da heißt Patmos, um des Wortes Gottes willen …“

Offenbarung 1,9

Eine kleine Insel in der östlichen Ägäis, weiße Häuser am Hang, darüber das Kloster wie eine Krone – und eine Stille, die man nicht vergisst. Seit über zehn Jahren reist Paul Skorpen jedes Jahr mit einer kleinen Gruppe nach Patmos, um die Offenbarung des Johannes dort zu erleben, wo sie empfangen wurde: nicht als dunkles Rätsel, sondern als Weg der inneren Reinigung, der Orientierung und der Wandlung. Eine Woche Meer, Licht und Meditation – und Zeit, bei sich selbst anzukommen.

Eine kleine Gruppe wandert bei Sonnenuntergang über einen Hügel auf Patmos, unter ihnen Skala und das Meer
Abendwanderung über Skala

Dodekanes · Griechenland

Die Insel der Offenbarung

Blick von den Windmühlen der Chora hinunter auf den Hafen Skala, die weißen Häuser und die Buchten von Patmos
Blick von der Chora auf Skala

Patmos ist eine der kleineren Inseln des Dodekanes, nur gut dreißig Quadratkilometer groß und zerklüftet von stillen Buchten. Es gibt keinen Flughafen; man kommt mit dem Schiff, und schon die Fahrt über die Ägäis stimmt auf die Woche ein. Im Hafenort Skala legen die Fähren an, darüber zieht sich die alte Chora mit ihren weißen Gassen den Berg hinauf.

Seit fast zweitausend Jahren gilt Patmos als heiliger Ort. Die Chora, das Kloster des heiligen Johannes und die Höhle der Offenbarung gehören seit 1999 zum UNESCO-Welterbe. Und doch ist die Insel kein Museum: Hier wird gefischt, gebetet, gegessen und gelacht – und abends taucht die Sonne das Meer in ein Licht, das viele Besucher nie wieder loslässt.

Besiedelt ist Patmos seit rund fünftausend Jahren. Der Mythos erzählt, Artemis selbst habe Zeus gebeten, die Insel aus dem Meer zu heben; Säulen eines alten Artemis-Tempels sollen im Johanneskloster verbaut sein. Von Skala hinauf zur Chora führt bis heute ein alter, 1819 angelegter Steinweg – gut zwei Kilometer, vorbei an der Höhle der Offenbarung. Wer ihn in der Abendsonne geht, erlebt die Insel so, wie Pilger sie seit Jahrhunderten erleben.

Der weiße Eingang zur Höhle der Offenbarung auf Patmos unter blauem Himmel

Auf halbem Weg zur Chora

Die Höhle der Offenbarung

In dieser Grotte soll Johannes die Visionen empfangen haben, die er seinem Schüler Prochoros diktierte. Man zeigt noch heute die Felsnische, in der er geruht haben soll, und den dreifach gespaltenen Fels über ihm. Wer hier eine Weile still sitzt, versteht, warum dieser Ort seit Jahrhunderten Menschen anzieht.

Gegründet 1088

Das Kloster des heiligen Johannes

Der Mönch Christodoulos ließ das Kloster hoch über der Insel errichten, wehrhaft wie eine Burg. Hinter den Mauern liegen Kapellen voller Fresken und eine der bedeutendsten Klosterbibliotheken der orthodoxen Welt. Rund um das Kloster ist die Chora gewachsen, mit Kapitänshäusern, kleinen Plätzen und Blick über die halbe Ägäis.

Weiß gekalkte Hauswand mit kleinem blauen Fenster und steinernen Stufen
Weiße Gasse der Chora mit roter Bougainvillea und Kapelle, darüber die Mauern des Johannesklosters
Steinerne Windmühlen der Chora im warmen Abendlicht, dahinter Meer und Skala Weite Bucht mit türkisfarbenem Wasser, hellem Sandstrand und kleinen Inseln

Meer, Wind und Licht

Buchten und Kraftplätze

Die Windmühlen über der Chora, die Bucht von Grikos, der Strand von Lambi mit seinen farbigen Kieseln, die goldene Bucht von Psili Ammos, die man nur zu Fuß oder mit dem Boot erreicht: Auf Patmos liegen die Kraftplätze nah beieinander. Wir besuchen sie gemeinsam, meditieren dort und lassen uns Zeit – ohne Eile, so wie die Insel selbst.

Der Seher von Patmos

Johannes und sein Evangelium

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“

Johannes 1,1

Gemälde von Hieronymus Bosch: Johannes sitzt schreibend auf einem Hügel über dem Meer, am Himmel erscheint Maria mit dem Kind
Hieronymus Bosch · Johannes auf Patmos, um 1489
Gemälde von Hans Burgkmair: Johannes blickt aus einer üppigen Landschaft mit Palmen zum Himmel
Hans Burgkmair · Johannes auf Patmos, 1518
Gemälde von Domenico Ghirlandaio: Johannes in rosa Gewand schreibt am Meeresufer, neben ihm ein Adler
Domenico Ghirlandaio · Johannes auf Patmos

Der Überlieferung nach wurde Johannes um das Jahr 95 unter Kaiser Domitian nach Patmos verbannt. In der Abgeschiedenheit der Insel empfing er die Bilder der Offenbarung – das letzte Buch der Bibel, voller Siegel, Posaunen und Lichtgestalten, das mit einer Verheißung endet: „Siehe, ich mache alles neu.“

Mit Johannes verbunden ist auch das vierte Evangelium, das innigste und mystischste der vier. Es erzählt von sieben Zeichen – von der Hochzeit zu Kana, bei der Wasser zu Wein wird, bis zur Auferweckung des Lazarus – und von sieben Worten, in denen Christus sagt, wer er ist. Für Paul Skorpen ist dieses Evangelium ein alchemistischer Text: eine Beschreibung, wie der Mensch innerlich verwandelt wird.

Die sieben „Ich-bin“-Worte

  1. IIch bin das Brot des Lebens.Joh 6,35
  2. IIIch bin das Licht der Welt.Joh 8,12
  3. IIIIch bin die Tür.Joh 10,9
  4. IVIch bin ein guter Hirte.Joh 10,11
  5. VIch bin die Auferstehung und das Leben.Joh 11,25
  6. VIIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.Joh 14,6
  7. VIIIch bin ein rechter Weinstock.Joh 15,1

Auf Patmos gehen wir den sieben Zeichen und den sieben Worten nach – an Orten der Insel, die zu ihnen passen, in Meditation und im Gespräch.

Die mystische Sicht

Drei Landschaften

In Pauls Arbeit auf Patmos begegnen sich drei große Texte – und drei Landschaften, die sich ineinander spiegeln.

Altes Gemälde: Johannes sitzt auf einem Felsen unter einem großen Baum über einer weiten Meeresbucht mit Schiffen, am Himmel eine Lichterscheinung
Johannes auf Patmos · flämische Landschaftsmalerei

Alpha

Die Genesis

Die ursprüngliche Landschaft der Schöpfung: Licht, Wasser, Erde, alles Lebendige. Sie steht für das, was uns mitgegeben ist – und für die Insel selbst, mit ihrer Weite, ihrer Stille und ihrem Licht.

Wandlung

Das Johannes-Evangelium

Hier wird die Landschaft umgestaltet. Die sieben Zeichen und die sieben „Ich-bin“-Worte beschreiben einen alchemistischen Weg, auf dem der Mensch sein Inneres neu ordnet – ein Wendepunkt im geistigen Leben.

Omega

Die Offenbarung

Die alte Landschaft vergeht, eine neue Erde erscheint und wird bereit, die himmlische Stadt zu empfangen. Paul liest die Offenbarung wie einen Bauplan des Menschen: Unser eigener Körper, mit seinen feinen Energiezentren, wird zur dritten, innersten Landschaft.

Panorama über Skala, die Buchten und Hügel von Patmos und das tiefblaue Meer

Fernab von Alltag und Eile

Was diese Woche schenken kann

  • StilleAnkommen in der eigenen Seele, in Frieden und mit Freude – weit weg vom Alltag.
  • MeditationTägliche Meditationen, auch an besonderen Orten der Insel, und Entspannung für Körper und Geist.
  • EinschwingenSich auf das eigene göttliche Sein einstimmen – auf das Licht, das in jedem Menschen schon da ist.
  • HeilarbeitEine von Paul Skorpen entwickelte Heilbehandlung auf Grundlage der Offenbarung kennenlernen und üben – für sich selbst und für andere.
  • GemeinschaftEine kleine Gruppe, gutes Essen, Wein, Meer – und Gespräche, die nachklingen.
Paul Skorpen sitzt im Sonnenschein auf einer Bank zwischen grünen Pflanzen auf Patmos und erzählt

Ihr Begleiter

Paul Skorpen

Heiler, spiritueller Lehrer und Erforscher heiliger Landschaften – von Ägypten und dem Heiligen Land bis Ephesus und Anatolien. Seit über einem Jahrzehnt kehrt er immer wieder nach Patmos zurück. Durch seine Sicht auf die Offenbarung wird dieser oft gefürchtete Text erfahrbar: als Kraft, als Liebe und Selbstliebe, als Einladung zur Wandlung. In seiner Arbeit sind auch die Lehren von Daskalos lebendig.

Alle sind willkommen – und jede und jeder wird auf eigene Weise beschenkt.

14.–21. Mai 2027 · Pfingsten

Die Reise

Pfingsten auf der Insel der Offenbarung – eine Woche, die nachwirkt.

Ein Tag auf Patmos

Vormittag

Meditation und Vortrag mit Paul: die mystische Sicht der Offenbarung und des Johannes-Evangeliums.

Nachmittag

Heilbehandlung auf Grundlage der Offenbarung, im gegenseitigen Austausch geübt – oder Zeit am Pool und am Meer.

Abend

Gemeinsames Essen in einer Taverne, Sonnenuntergang über der Ägäis, Stille.

An zwei Tagen fahren wir mit unserem Bus zu entlegeneren Orten und mit einem privaten Boot zu den Nachbarinseln – und baden in stillen, blauen Buchten. Wir wohnen in einem der schönsten Hotels der Insel – großzügige Zimmer, traumhafter Blick, Pool und ein Strand in der Nähe.

Kleiner Platz in der Chora mit Tischen einer Taverne unter Weinlaub Offenes Tor in einer weißen Mauer der Chora mit Blumentöpfen

Enthalten

  • 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück
  • Seminar mit Paul Skorpen: Vorträge, Meditationen und gegenseitiges Üben der Heilbehandlung
  • Tägliches Entspannungstraining für Körper und Geist
  • Meditation an den heiligen Kraftplätzen der Insel
  • 2 Tagesausflüge mit Bus und privatem Boot, Baden in Lagunen (ab 6 Teilnehmenden)

Nicht enthalten

  • An- und Abreise – wir helfen gern bei Flug nach Kos oder Samos und der Fähre nach Patmos
  • Weitere Mahlzeiten und Getränke
  • Reiseversicherungen und Trinkgelder

Termin14.–21. Mai 2027 · Der 14. Mai ist der Anreisetag

Preis2.490 € pro Person inkl. Seminar und Doppelzimmer · Einzelzimmer + 250 €

Zur Anmeldung

Fragen zur Reise oder lieber persönlich buchen? Wir sind gern für Sie da: kontakt@theosis.com · +49 (0)8152 9820952
Es gelten unsere Reisebedingungen; wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

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